Planung Beamtenviertel

Das Beamtenviertel soll langfristig als ein wichtiges Wohnquartier für Brunsbüttel erhalten bleiben. Die Besonderheit als Gartenstadt ein ganz eigenes Flair auszustrahlen, soll dem historischen Beamtenviertel weiterhin seinen Charakter verleihen. Als Zielrichtung der Entwicklung dient nachfolgendes Leitbild:

Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Das „Beamtenviertel“ ist ein ruhiger, zukunftsfähiger Wohnstandort mit Gartenstadtflair in zentraler Lage. Die historischen und baukulturell wertvollen Gebäude mit ihren vielfältigen Fassadenvarianten wirken gemeinsam mit ihren weitläufigen Gärten sowie dem engmaschigen Wegenetz als Ensemble. Charakteristisch sind die vielen verschiedenen Haustypen. Gepaart mit wegebegleitenden Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum und der fußläufigen Erreichbarkeit der Innenstadt mit ihrer Versorgungsfunktion ergibt die denkmalgeschützte Sachgesamtheit Beamtenviertel ein beliebtes und lebendiges Wohnquartier für alle Generationen.

Strategische Leitlinien

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Wohnen im baukulturellen Erbe

Die mehrheitlich Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Gebäude des Beamtenviertels werden modernisiert und instandgesetzt. Hierzu gehören sowohl behutsame Erneuerungen an der Gebäudehülle als auch im Inneren der Wohnhäuser. Denkmalschutz, Generationengerechtigkeit und Energieeffizienz stehen hierbei im Fokus. Die Anpassung der Gebäude an aktuelle Bedarfe ist mit einer Sicherung des baukulturellen Erbes und somit Erhalt des Gartenstadt- und Ensemblecharakters in Einklang zu bringen. Insgesamt erfährt des Beamtenviertel eine Wertsteigerung.

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Mobilität und Vernetzung

Die Verkehrsräume des Beamtenviertels werden für alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigte Strukturen anbieten. Neben der Beseitigung von Substanzmängeln an den Straßen bedarf es insbesondere einer Stärkung des Rad- und Fußgängerverkehrs, so dass die kurzen Wege durch diese umweltfreundlichen Verkehrsarten zurückgelegt werden können.

Neben einer einheitlichen Regelung des Radverkehrs gehören hierzu die spürbare Verringerung von Barrieren im öffentlichen Raum, die grundhafte Erneuerung der Straßen, die Bereitstellung von „Pausenpunkten“ und die Gestaltung von attraktiven Wegeverbindungen.

Denn das Netz an öffentlichen Räumen stellt das Grundgerüst der Stadtstruktur dar, welcher Ort für Kommunikation, Interaktion, Repräsentation, Begegnung und Mobilität ist. Für den ruhenden motorisierten Individualverkehr werden bedarfsgerecht Parkplätze insbesondere für Besucher des Beamtenviertels zur Verfügung gestellt.

Schauen Sie sich hier das Gestaltungskonzept (9 MB) für das Sanierungsgebiet an.

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Teilhabe und Zusammenhalt

Eine aktive Nachbarschaft erweckt ein Quartier zum Leben. Im Beamtenviertel kennt man sich, die Identifikation mit dem Quartier ist groß und die Fluktuation niedrig. Damit dieser Zusammenhalt erhalten bleibt und gestärkt wird, werden Kommunikationsmöglichkeiten und Treffpunkte geschaffen. Zudem wird gewährleistet werden, dass jeder Bewohnerin und jedem Bewohner durch bedarfsgerechte Wohnraum-, Mobilitäts-, Infrastruktur- und Dienstleistungsangebote eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich ist.

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Baukultur und Klimagerichtigkeit

Die gartenstadttypischen Strukturen, die großzügigen Gartenanlagen und der niedrige Versiegelungsgrad zeichnen das Beamtenviertel aus und stellen einen wichtigen Beitrag zur Klimagerechtigkeit dieses Mikrostandortes dar. Über die Braake und ihre angrenzenden Erholungsflächen hinaus vernetzen sich die Grünstrukturen mit der Gesamtstadt. Die historischen Gebäude werden behutsam energetisch erneuert, ohne die Gebäudehülle negativ zu beeinflussen. Architektonische Details in ihrer originalen Ausführung tragen dazu bei, dass die bauliche Vielfalt und Kleinteiligkeit wieder erlebbar wird.

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